Hitech Inside! Die Schweiz wird zum wichtigsten Forschungsplatz der Welt

Ernesto Bertarelli ergreift gemeinsam mit Hansjörg Wyss, der ETH Lausanne und der Universität Genf die Initiative, um ein Innovations- und Forschungszentrum aufzubauen. Gemäss Recherchen des «Tages-Anzeigers» ist das Projekt sehr konkret. Biotech, Life Science und Health Care werden die Forschungsschwerpunkte sein. Der Businessplan geht von 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus.
Als Merck diesen Frühling den Rückzug aus Genf bekannt gab, zeigte sich Bertarelli betroffen. Das Schicksal der Mitarbeiter machte ihn traurig, der «einzig von ökonomischen Gesichtspunkten» motivierte Entscheid überraschte ihn. Wie der TA weiss, steht der Serono-Verkäufer noch immer im Kontakt mit früheren Kaderleuten, auch deshalb war ihm nicht egal, was in Genf geschah. Hansjörg Wyss hat nach einer glänzenden Karriere, im Sommer seinen Medizinaltechnikkonzern Synthes an die US-Firma Johnson & Johnson verkauft. Wyss plant mit diesem Projekt ein zweites Wyss Institute einzurichten, wie er schon eines an der Harvard University eröffnet hat. Um den Betrieb zu finanzieren, wird er über die Wyss Foundation rund 125 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Die ETH Lausanne und die Universität Genf bringen ihr wissenschaftliches Know-how in die Partnerschaft ein.
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

Und die ETH Lausanne macht weitere Schlagzeilen: Das von ihr geleitete Human Brain Project (HBP) erhält über die nächsten zehn Jahre 500 Millionen Euro EU-Fördergelder. Zu Beginn 26 Projekte am Start– Beworben hatten sich ursprünglich 26 Grossprojekte für das FET-Flagship-Programm, mit welchem die EU visionäre und gross angelegte Forschungsprogramme unterstützen will. Andere Forschungsstandorte in den USA oder Japan sollen so schärfere Konkurrenz erhalten.
Das HBP hat zum Ziel, das menschliche Gehirn zu simulieren. Die Simulationen sollen dabei helfen, Erkrankungen des Hirns besser zu verstehen und neue Medikamente zu entwickeln und zu testen. Zudem nehmen die Forscher das Hirn als Vorbild für künftige Supercomputer.

ETH Lausanne, Human Brain Project

Quelle: Human Brain Project
Die Welt hat Probleme, viele Menschen vertrauen darauf dass die Wissenschaft, neue Methoden und Werkzeuge finden wird um diese Probleme zu lösen. Solche Projekte zu finanzieren ist sehr, sehr Teuer. Um die hohen Investoitionskosten zurückzuzahlen benötigt man vielleicht Jahre vielleicht ein ganzes Jahrzent. Doch die Menschheit wächst  weiter, zuletzt machten ungalublich schlechte Luftwerte in Peking Nachrichten. Und China ist im Moment der Wirtschaftsmotor der Industrienationen. In Zukunft werden die Impulse zur Katastrophenbekämpfung aus der Schweiz kommen. Die Welt schaut auf die Schweiz und die Schweiz muss das Vertrauen in sie durch schnelle Resultate beweisen.

ETH Lausanne: www.epfl.ch
Univerität Genf: www.unige.ch
Wyss Institut: wyss.harvard.edu