Durchschnitt – Etymologie

Das Wort Durchschnitt entstand im 16. Jahrhundert durch Substantivierung des Verbs durchschneiden. Es wurde zunächst im Sinne von „Durchschneiden (zweier Linien)“, „Durchmesser“ verwendet. Seit dem 17. Jahrhundert wird darunter auch die zeichnerische Darstellung eines durchschnittenen Körpers, die Schnittdarstellung, verstanden. Im 18. Jahrhundert kam es innerhalb der Arithmetik zu einer Übertragung der Bedeutung auf den Mittelwert, als gemittelte Größe mehrerer Werte. In diesem Zusammenhang steht auch die Entstehung des Adjektivs durchschnittlich, oft mit der leicht negativen Nebenbedeutung als „nur durchschnittlich“.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnitt

Wie wir in geschlossenen Kulturen miteinander Leben und Entwickeln kann uns obengenanntes Beispiel zeigen. Da man bei einer Wurst erwartete, dass sie gleichmässig und von zarter Struktur ist, hat sich dieses Wort eingedeutscht.

Ein eigens Beispiel für Sprachentwicklung will ich hier auch noch geben. Wenn man sich schon mal über die Wortwahl Gedanken gemacht hat, dann kann man sich damit ein sehr gutes Bild machen! Das Wort Reinigen, oder Säubern oder auch die Ordnung hat zwar die exakt gleiche Sprachbedeutung für Hygiene wie die anderen Beschreibungen, es kommt aber aus verschiedenem Gebrauch. Während das Wort rein, einen stark natürlichen vielleicht sogar wissenschaftlichen Aspekt hat und einen zu bevorzugenden Körperzustand bei Menschen darstellt, ist sauber ein Bäuerlicher Begriff, und wurde durch Reinhalten des Bauernhofs weiterentwickelt und hat sich so in die gebräuchliche Sprachwahl gebracht. Und natürlich kommt die Ordnung aus dem Menschlichen Glauben, wo immer Zucht und Ordnung herrscht.

Also wenn man sich so oder eben anderst mit dieser Wortwahl zu erklären versucht, sagt das schon sehr viel aus über die Person!