Als ich im Labor mit Nervengift experimentierte…

Insektizide – In der Frühzeit der menschlichen Entwicklung waren Plagen durch Insekten nicht selten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Insektizide
Ähmm das war wahrscheinlich als wir zusammen mit Ratten und anderem Ungeziefer in Höhlen lebten?
Achtung! Dieser Wikipedia Artikel wurde wahrscheinlich, von Dr. Bayer und Mr. Syngenta editiert 🙂

Diese Wissenschaft ist schädlich!! Nein im ernst Kinder… Bio- Studenten resp. Schul- Abgänger lässt man auf Spinnen und ähnliches Kleingetier los, heee gehts eigentlich noch. Was soll das eigentlich werden?

Die Biochemie, früher auch Physiologische Chemie, (griechisch βιοχημεία biochēmeia, „die Chemie des Lebens“) genannt, ist die Lehre von chemischen Vorgängen, dem Stoffwechsel in Lebewesen. Sie bearbeitet den Grenz- bzw. Überschneidungsbereich zwischen Chemie, Biologie und Medizin.
http://de.wikipedia.org/wiki/Biochemie

Insektizide- Entwicklung und Plage

1763 wurde das Nikotin entdeckt. Im 19. Jahrhundert wurde Pariser Grün, ein kupferhaltiges Arsensalz als Mittel gegen Insekten und Unkräuter angewandt. Bald folgten andere Salze aus Blei, Eisen, Quecksilber.

Bei Insektiziden ist man bemüht, nur die schädlichen Insekten zu treffen. Bienen, Hummeln, Marienkäfer sollten geschont werden. Schädliche Insekten sind beispielsweise:

  • Stechend-saugende Insekten: Schildläuse, Zikaden, Mücke
  • Beißende Insekten: Larven von Kartoffel-, Borken-, Rüsselkäfern
  • Spinntiere: Milben, Zecken

Es gibt Kontakt- und Fraßgifte. Im ersten Fall reicht es für den Bekämpfungserfolg aus, wenn das Insekt mit dem Gift in Berührung kommt, im zweiten Fall muss es dieses mit der Nahrung aufnehmen.
In den letzten Jahren wurden auch Insektenpheromone genutzt, die Insekten anlocken und dann mit einem geeigneten Giftstoff in Berührung bringen.
Bei allen Wirkstoffen gegen Insekten besteht bei längerer Verabreichung die Gefahr der Resistenzbildung. Daher benötigt man im Pflanzenschutz sehr verschiedene Wirkstoffe und bemüht sich, mögliche Schäden für Menschen, Tiere und Umwelt gering zu halten.

Auf dem Weg zur Superbiene!
Wenn Bienen übermäßig mit Maissirup gefüttert werden, leiden die Abwehrkräfte der Insekten. Forscher um Wenfu Mao von der University of Illinois in Urbana fanden nun heraus, welche Substanzen die Bienen vor chemischen und biologischen Gefahren wie Pestiziden und Parasiten schützen. Insbesondere die natürlich in Pflanzen vorkommende p-Cumarinsäure zeigte dabei einen positiven Effekt auf die Regulation verschiedener Entgiftungsgene.
Quelle: http://www.spektrum.de/alias/insektenkunde/honig-schuetzt-bienen-vor-pestiziden/1192829

Kann das Zufall sein? Wenn man Gifte verspritzt, werden die Schädlinge wie Blattläuse Resistent und die zur Feldarbeit benötigten Bienen sterben?

Eine 2011 publizierte Meta- Analyse von 14 Studien bezüglich der Wirkung von Imidacloprid auf Honigbienen unter Labor- und semi-Feldbedingungen ergab, dass die unter Feldbedingungen erwartbaren Dosierungen keine letalen Effekte haben würden, jedoch die Leistung der Bienen um 6-20% verringern würden.

Danke sehr an die Hersteller von Insektiziden & Pestiziden und an die restliche Chemie welche das selbst nicht so sehr wichtig findet!

Das kann wirtschaftstechnisch gar nie funktionieren, und doch steigern sie Produktion und Gewinn…
Syngenta hat im letzten Jahr zwar mehr Chemikalien verkauft, aber weniger daran verdient. Trotzdem sieht Konzernchef Michael Mack die Aussichten für die Industrie intakt. Die Weltbevölkerung werde weiter wachsen und damit auch der Bedarf an Nahrungsmittel zunehmen. SMI: +0.3 Prozent

Bienen- Sterben

Ein drastischer Fall von Bienensterben mit 11.500 betroffenen Bienenvölkern ereignete sich auch im Frühsommer 2008 im Rheintal. Hierbei konnte eindeutig als Ursache die Vergiftung durch ein Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide nachgewiesen werden.

Im Gegensatz zu anderen Insektizidgruppen lassen sich Neonicotinoide auf vielfältige Weise ausbringen. Die meisten Neonicotinoide können zur Blattbehandlung, als Beizmittel, sowie zur Bodenbehandlung eingesetzt werden. Etwa 60 % der Anwendungen entfallen auf Beizmittel und Bodenapplikationen. Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin finden breite Verwendung als Beizmittel für Baumwolle, Mais, Zuckerrüben, Raps und andere Nutzpflanzen.

Neonicotinoide gehören zu den effektivsten Insektiziden zur Kontrolle von bohrenden Schädlingen, wie Blattläusen, Mottenschildläusen, Zwergzikaden, Spitzkopfzikaden und Fransenflüglern, sowie einer Reihe von beißenden Schädlingen wie Kleinschmetterlingen und Käfern.

Sie bekämpfen Blattläuse wie Aphis gossypii, die Grüne Pfirsichblattlaus, die Hopfenblattlaus, und die Traubenkirschenlaus auf Gemüse, Zuckerrüben, Baumwolle, Apfelfrüchten, Getreide und Tabak; Käfer wie den Kartoffelkäfer auf Kartoffeln; Lissorhoptrus oryzophilus auf Reis; Mottenschildläuse (z. B. Bemisia tabaci, Trialeurodes vaporariorum) und Fransenflügler (z. B. Tabakblasenfuß) auf Gemüse, Baumwolle, und Zitruspflanzen; Kleinschmetterlinge wie den Apfelwickler und Phyllocnistis citrella auf Apfelfrüchten und Zitruspflanzen; sowie Drahtwürmer auf Zuckerrüben und Mais.

Gelbverzwergungsvirus
Quelle: http://de.mario.wikia.com/wiki/Pilz

Da einige Schädlinge Überträger von Pflanzenviren sind, können Neonicotinoide die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten verhindern. Als Beispiele lassen sich die Verhinderung der Übertragung des Gelbverzwergungsvirus durch Blattläuse auf Getreide, des Tomatenbronzefleckenvirus durch Fransenflügler auf Tomaten, oder des Bakteriums Xylella fastidiosa durch Homalodisca vitripennis auf Zitruspflanzen nennen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neonicotinoide

Als ich im Labor mit Nervengift experimentierte…

Anfang der 1970er Jahre wurde in der damaligen Shell Development Company in Modesto eine neue Klasse von Nitromethylen- Heterocyclen erfunden, die am Nikotinischen Acetylcholinrezeptor wirken. Shell fand heraus, dass das 2-(Dibromnitromethyl)-3-methylpyridin des Chemikers Henry Feuer (Purdue University) eine unerwartete insektizide Wirkung auf Stubenfliege und Erbsenlaus zeigte. Eine Optimierung dieser Struktur führte zu Nithiazin. Dieser frühe Prototyp kann heute als die erste Generation der Neonicotinoide angesehen werden…

Das muss auch mal so gesagt werden! Es gibt gute …und es gibt auch diese weniger guten Zufälle.

Gute Rendite und viel Hühnerkacke?
Imidacloprid wurde 1991 von der Bayer AG kommerzialisiert. Es erreichte einen erheblichen Verkaufserfolg und wurde das weltweit meistverkaufte Insektizid im Pflanzenschutz und Veterinärbereich.

Daraufhin drängten weitere Unternehmen wie Takeda (heute Sumitomo Chemical Takeda Agro), Agro Kanesho, Nippon Soga, Mitsui Toatsu (heute Mitsui Chemicals), Ciba-Geigy (heute Syngenta) mit eigenen Neonicotinoiden auf den Markt. Die Neonicotinoide wurden damit zu der am schnellsten wachsenden Insektizidklasse, was auf ihre einzigartigen biologischen und chemischen Eigenschaften zurückzuführen ist: Breites Wirkungsspektrum, niedrige Applikationsraten, gute systemische Eigenschaften (Aufnahme und Verteilung in der Pflanze), neuer Wirkmechanismus, und ein günstiges Sicherheitsprofil.

Liveticker: Derzeit liegen keine aktuellen, detaillierten Statistiken über den Verbrauch von Neonicotinoiden in der EU vor.
Ja hätte mich sonst auch gewundert… Eine spanische Studie zeigte, dass die Aufnahme von mit Neonicotinoiden oder anderen Pflanzenschutzmitteln gebeiztem Saatgut beim Rothuhn (Alectoris rufa) in hoher Dosierung zum Tod, aber auch zu Befruchtungsproblemen führen kann!

Insektizid wird zugelassen! Der Giftstoff konnte nicht nachgewiesen werden:
Die tödliche Dosis (LD50) für aufgenommenes Imidacloprid und Clothianidin bei der Honigbiene liegt bei 5 bzw. 4 ng pro Individuum, sie ist damit um den Faktor 10.000 niedriger als bei DDT.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Meldungen über angebliche und zum Teil auch nachgewiesene Bienenvergiftungen durch Neonicotinoide. Die Problematik dabei besteht darin, dass solche Vergiftungen aufgrund der außerordentlich geringen Wirkstoffmengen in der Größenordnung von 1 Nanogramm auf 100 g Körpergewicht (etwa 1000 Bienen) nur sehr schwer nachweisbar sind…

…dass die unter Feldbedingungen erwartbaren Dosierungen keine letalen Effekte haben würden, jedoch die Leistung der Bienen um 6-20% verringern würden.
Ach darum gibts jetzt auch Kraftfutter für Bienen:

…durch ein EU- Verbot über einen Zeitraum von 5 Jahren würden knapp 17 Mrd. € und 27.000 Arbeitsplätzen verloren gehen!

Die Studie untersuchte die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen eines möglichen EU-weiten Verbots aller Neonicotinoidanwendungen auf landwirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung und Beschäftigung, globale Preise, Landnutzung und Treibhausgasemissionen. Kurzfristig, im ersten Jahr eines möglichen Verbots, würde demnach die landwirtschaftliche bzw. gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung um mindestens 2,8 bzw. 3,8 Mrd. € sinken. Die größten wirtschaftlichen Verluste würden den Anbau von Weizen, Mais und Raps in Großbritannien, Deutschland, Rumänien und Frankreich betreffen. 22.000 Arbeitsplätze würden EU-weit verloren gehen (überwiegend in Rumänien und Polen), und die landwirtschaftlichen Einkommen im Schnitt um 4,7 % sinken. Mittelfristig ergäben sich Verluste durch ein Verbot über einen Zeitraum von 5 Jahren von knapp 17 Mrd. € und 27.000 Arbeitsplätzen.

Und so heisst es heute… Blattläuse stellen auch für den Hobbygärtner ein erhebliches Problem dar?! Und Blattläuse sind zudem die wichtigsten tierischen Überträger von Pflanzenviren – Der von den Läusen ausgeschiedenen Honigtau schadet den Pflanzen…

…Honigbienen, andere Insekten und selbst einige Wirbeltiere nutzen den von den Blattläusen ausgeschiedenen Honigtau als Nahrungsquelle!

Ende… Im August 2013 reichten Syngenta und Bayer Klage beim Europäischen Gerichtshof ein. Sie warfen der EU-Kommission Verstöße gegen EU-Gesetze und einen Mangel an Beweisen für eine schädliche Wirkung der Neonicotinoide auf Honigbienen vor. Bis zu einer Entscheidung des Gerichts haben die Klagen keine Auswirkungen auf die Umsetzung der Restriktionen.

Es gibt verdammt viele Schädlinge?! Und nur einem dem das ganze etwas nützt!