Warum wir uns trotzdem nie für das Richtige entscheiden

Die Menschheit wächst unaufhörlich: Im Herbst 2011 wurde der siebenmilliardste Mensch geboren. Diese Information ging durch die Medien doch ein Echo darauf blieb aus.
Was bedeutet diese Nachricht, welche ich persönlich als positive Information zwischen anderen Schlagzeilen wahrnahm. Nun wir  Wissen wirklich wieviele Menschen es auf der Erde gibt. Woher kommen diese Informationen und welche Qualität hat diese Information von welcher Institution oder Organisation und in welcher Form sollte dann der siebenmilliardste Mensch davon ein teil und dafür verantwortlich sein?

Die Vereinten Nationen

Nach Artikel 1 der Charta der Vereinten Nationen sind die Hauptaufgaben der UNO:

  • die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit
  • die Entwicklung besserer, freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen
  • die internationale Zusammenarbeit, Lösung globaler Probleme und Förderung der Menschenrechte
  • der Mittelpunkt zu sein, an dem die Nationen diese Ziele gemeinsam verhandeln.

Am 10. Dezember 1948 wurde die Charta um die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ergänzt. Darin verkündeten erstmals alle Staaten gemeinsam grundlegende Menschenrechte, die für jeden Menschen gleichermaßen gelten.

Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind gemäß ihrer Charta die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Im Vordergrund stehen außerdem Unterstützung im wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Gebiet (siehe auch die Millennium-Entwicklungsziele der UNO).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinte_Nationen

Ist das die beste politische Richtung? Die Vereinten Nationen welche sich vorderhand für die eigenen nationalen Interessen einsetzen, stehen zwar nicht unter dem Druck einer anderen Nation etwas zu verhindern oder zu versprechen, aber die Nationen werden auch nicht in die Pflicht genommen, an ihren eigenen Problemen zu arbeiten. Wird eine solche Institution die sich nicht erlauben wird einem unnötigem Druck auszusetzen, einer solchen Verantwortung gegenüber dem siebenmilliardsten Menschen glaubhaft aufstellen können?

Wir brauchen einen organisatorischen Schutz wie es die UNO oder NATO für uns bedeuten. Unsere Zukunft wird politisch geplant und durch demokratische Prozesse geführt, doch was wir Alle in Zukunft machen werden, ist oft nur eine Philosophische bzw. Glaubensfrage, resp. steht in dieser gesellschaftlichen Abhängigkeit.

Unsere Zukunft bestimmt sich durch die Richtung in die wir uns entscheiden zu Gehen!
Davor steht also eine Hypothese (vom altgriechischen ὑπόθεσις über das spätlateinische hypothesis wörtlich für „Unterstellung“. Wir mögen uns für vieles Interessieren können, doch ein Gedanke wie dieser, die Zukunft der Menschen ist eine Entscheidung für eine einzige Aussage, deren Gültigkeit man für möglich hält, die aber nicht bewiesen oder verifiziert ist, stellt mich vor eine neue Frage.

Ist es wahrscheinlich dass man in der gesellschaftlichen Organisation die Frage nach der Grösse der menschlichen Bevölkerung, als Hypothese betrachten sollte, also ohne den Sinn dahinter zu ergründen sondern einfach dem Grundsatz Folge leisten könnte – Für Hypothesen ist es üblich, dass die Bedingungen angegeben werden, unter denen sie gültig sein sollen.

Eine Grundsatzentscheidung, die schon vor den Errungenschaften einer demokratischen Rechtsprechung Berechtigung hatte, unter welcher sich jeder Bürger Freiheit und Gleichheit vorstellt und welche Funktioniert ohne dass ein gesellschaftlicher Auftrag vorgesehen ist!

Die Vereinten Nationen haben eben diesen gesellschaftlichen Auftrag und sie gehen darauf zu und Erklären die Ziele, mit welchen sich die Nationen zu entwickeln haben.

Spektrum berichtetete in einer Serie „Die Zukunft der Menscheit“ über Chancen und Probleme. Aus dem Teil 3 der Serie „Zukunft der Menschheit“. von Karl Urban, Beitrag vom 10.05.2011

Beispiel Südkorea

Nach dem Korea- Krieg explodierte Südkoreas Bevölkerungszahl mit verheerenden Folgen. Die meisten Krankenhäuser waren noch zerstört, die Kindersterblichkeit so hoch wie heute noch in Teilen Afrikas, verursacht durch unzureichende Hygiene, Hunger und Mangelversorgung. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 48 Jahren. Jetzt hätte die Regierung beherzt eingreifen müssen, um die Lage der Bevölkerung zu verbessern

Doch der korrupte Präsident Rhee Syng- man versuchte vor allem seine eigene Machtbasis zu erhalten, indem er Oppositionelle verhaften und Wahlen fälschen ließ. Im Jahr 1960 ähnelte Südkorea vielen heutigen Entwicklungsländern: Im Schnitt brachte eine Frau sechs Kinder zur Welt. Damit stand das Land vor ähnlichen Problemen wie zurzeit zum Beispiel Afghanistan. Eine junge, wirtschaftlich vom Staat abhängige Generation stellte die Mehrheit und behinderte die eigene wie die nationale ökonomische und soziale Entwicklung.

Derart junge Gesellschaften wie damals in Südkorea stellen auch heute noch meist die ärmsten Ländern der Welt. Und viele Demografieforscher halten deren spezielle Altersstruktur für eines der größten Entwicklungshemmnisse überhaupt. Sie fordern deshalb, in der Entwicklungspolitik nicht nur Faktoren wie Armut, Bildung oder politische Stabilität, sondern vor allem dynamische Alterungs- oder Verjüngungsprozesse zu berücksichtigen. „Die Bevölkerungsdynamik ist das vergessene Thema der Entwicklungspolitik, weil es jahrzehntelang nicht auf der Tagesordnung stand“, erklärt Lilli Sippel vom Berlin- Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Die Regierung im Entwicklungsland Südkorea erkannte dagegen 1962 das enorme Kapital seiner jungen Generation. Durch gezielte Programme zur Familienplanung wurde die Geburtenrate gesenkt. Gleichzeitig investierte der Staat – unterstützt von westlicher Entwicklungshilfe – massiv in den Aufbau von Bildungs- und Gesundheitssystemen. Dadurch nahmen Säuglingssterblichkeit und Bevölkerungswachstum schnell ab und die Lebenserwartung begann zu steigen. Wirtschaftlicher Erfolg stellte sich ein, als die arbeitsfähige, gut ausgebildete Bevölkerung einen immer größeren Anteil der Einwohner stellte. Im Jahr 1995 erreichte das Bruttoinlandsprodukt 10 000 Euro pro Kopf und Südkorea wurde Mitglied der OECD, und damit als entwickelter Staat anerkannt.

Südkorea, ein gutes Beispiel aber…

Was heisst das für akute Probleme in einer jungen globalen Bevölkerung: Population Action International“ untersuchte 2005, wie anfällig junge demokratische Nationen für Konflikte sind. Danach fanden 80 Prozent der schweren Konflikte zwischen 1970 und 1999 in Staaten statt, in denen die Mehrheit der Einwohner jünger als 30 Jahre war.

Können die schon entwickelten Länder (Westen) eine in der Demokratie nicht mehrheitsfähige, aber für eine Veränderung nötige Initiative für die Jugend aufgreifen und auch in eine positive Richtung steuern?

Wenn wir uns auf die Auswirkungen einer weltpolitischen Hypotese einlassen, dann sind wir im wesentlichen ein Teil der Frage und auch Teil der Lösung. Doch wenn man das Resultat unparteiisch dokumentieren sollte, dann ist die gute Antwort immer sehr an der Vorstellung des damit Richtigen verbunden. Das kann nur funktionieren wenn die Frage selbst als Führungsgrundsatz taugt. Wenn die Mitglieder der Internationealen Gremien und die verantwortlichen nationalen Abgeordneten nach New York Kairo oder Kyoto Reisen, werden sie kaum mit Fragen, auf die hier niemand eine Antwort hat an den Gesprächen Einsitz nehmen!

Die Antwort für die politisch richtige Richtung, ist die Versammlung selbst, wenn man das Leben und die Welt schon mit dem Grundsatz der Hypothesen führen soll, dann wird sich die Versammlung auch nur diesem Druck beugen- z.B. dass die Lösungen für neue Probleme nicht in einem Menschenleben herbeigeführt werden können! Eine solche Versammlung kann zwar niemals oder nur selten einstimmig geführt sein, stehen doch philosofische- und Glaubensfragen auch zur Diskussion, aber die Gute Absicht der Teilnehmer reicht um eine nächste Frage oder Antwort zu stellen bzw zu geben. Wir können und müssen hier noch viel besser werden  damit der Mensch eine Existenzberechtigung hat.
Quelle: http://www.spektrum.de/artikel/1071127

Ein Kommentar

  1. […] Können die schon entwickelten Länder (Westen) eine in der Demokratie nicht mehrheitsfähige, aber für eine Veränderung nötige Initiative für die Jugend aufgreifen und auch in eine positive Richtung steuern? Warum wir uns trotzdem nie für das Richtige entscheiden […]

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