Ist ein Süßwarenregal zu klein für zwei goldene Bären?

Haribo will der Schokoladenfirma Lindt verbieten, ihre Bären in goldfarbenem Aluminium zu verpacken. Haribo unterlag in zweiter Instanz, der Fall hat auch für andere Markenhersteller Folgen.

Der Bärenstreit steht in einer Reihe von Rechtsstreiten, bei dem prominente Lebensmittelhersteller um Namen und Aussehen ihrer Marken kämpfen:

  • 2012 wollte Dr. Oetker’s „Paula“ – ein mit einer sonnenbebrillten Kuh beworbener Vanillepudding mit Schokoflecken – ihre Artgenossin „Flecki“ von Aldi Süd loswerden. Der Bielefelder Konzern verlor aber vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.
  • Die „Dicken Eier“ von „Super Dickmanns“ kamen Mitte 2013 vor Gericht, als eine Werbeagentur der Dickmanns-Mutter Storck vorwarf, sie hätte ihre Idee geklaut. Storck gewann jedoch und kann die Schaumküsse mit dem zotigen Namen weiter verkaufen.
  • Auch Lindt hat nur dann ein Herz für süße Schoko- Tierchen, wenn sie aus eigener Produktion kommen: Den Goldhasen der Konkurrenz wollten die Schweizer sogar das Sitzen verbieten, verloren aber ebenfalls vor Gericht.

Bereits zum zweiten Mal versuchte Bärenproduzent Haribo, den goldenen Bären des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt Sprüngli aus dem Süßigkeitenregal zu verjagen. Die Bonner verweisen dabei auf ihre geschützte Wortmarke „Goldbär“. Obwohl Lindt das Wort Goldbär für seinen in goldfarbenes Aluminium gewickelten Schoko- Bären gar nicht verwendet, gab das Landgericht Köln Haribo 2012 in erster Instanz Recht. Weiterlesen…

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/haribo-lindt-markenstreit-vor-olg-koeln-goldbaer-gegen-schokoladen-baer-a-957512.html