Die Automatisierung des Krieges

… war Thema einer Anhörung im Deutschen Bundestag, bei der militärische Pragmatiker und Friedensforscher wenig Gemeinsamkeiten fanden

von Hans- Arthur Marsiske 01.07.2014 – Anfangs saß die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen noch selbst mit im Sitzungssaal 4.900 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin, um bei der Anhörung des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag zu ethischen und rechtlichen Fragen des Einsatzes bewaffneter Drohnen die Einschätzungen der neun von den Fraktionen geladenen Experten zu hören. Ob, wie im Verlauf der vierstündigen Veranstaltung gelegentlich gemutmaßt wurde, die Entscheidung über die Beschaffung solcher Systeme ohnehin bereits gefallen ist, behielt sie allerdings für sich. Die Anhörung dürfte daran jedenfalls kaum etwas geändert haben. Im Wesentlichen wurden die aus der öffentlichen Debatte bereits sattsam bekannten Argumente noch einmal ausgetauscht.

Auf Seiten des Militärs steht dabei der Schutz der eigenen Truppen im Vordergrund. Die Soldaten müssten in der Lage sein, „ihren Auftrag mit der bestmöglichen Ausrüstung zu erfüllen“, forderte etwa Generalleutnant Hans- Werner Fritz. Er schilderte, wie er selbst am 12. Juli 2010 in Afghanistan Artilleriefeuer zur Unterstützung von Bodentruppen anfordern musste. Es habe 16 Minuten gedauert, bis die Artillerie endlich schießen konnte. „Unter Beschuss kommt einem jede Minute endlos lang vor“, sagte Fritz. Eine bewaffnete Drohne hätte diese Wartezeit deutlich verkürzen können. Weiterlesen…
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42137/1.html

Heise Newsticker: http://heise.de/-2244317

Von der Leyen bekennt sich zu Kampfdrohnen

Verteidigungsministerin von der Leyen hat lange gezögert, jetzt hat sie sich in der Drohnen-Debatte klar positioniert: Die Bundeswehr soll Kampfdrohnen einsetzen können – unter bestimmten Bedingungen.
Quelle: http://heise.de/-2244317

Drohnen mit langfristigen Zielen…
immer und überall! Wenn in Zukunft über unseren Köpfen Kampfgeräte rund um die Uhr Einsätze fliegen, die mit Tötungsabsicht eingestellt, warten bis ihre Scanner eine erfolgreiche Identifikation eines Ziels ausmachen, immer bereit um ihren Auftrag auszuführen….

Eine räumliche und zeitliche Entgrenzung des Kampfgeschehens…. Unendlich ist die Demokratie- vielleicht. Um wieviel Jahre 10? 100 Jahre?! Und Massnahmen gegen Terror wo immer der Schuh drückt?!
Dazu braucht es keine „neutrale“ Gerichte, wenn die US- Miltitärs weiter gestützt auf sachfremder Politik für die Verteidigung einer globalen (westliche) Wirtschaft, Menschen Lynchen können wird!

Zitat aus Kommentar von Volker Birk, Quelle: http://www.heise.de/tp/foren/S-Die-Automatisierung-des-Krieges/forum-281995/msg-25429304/read/

Nein, vernichtet wird zukünftig “just in time”,
vor Ort und individuell. Das Gegenstück zu Industrie 4.0. Robert
Leicht bringt die Lage in der Zeit auf den Punkt…

Die Ziele der westlichen Welt verändern sich tatsächlich hin zur Einsetzung und Kontrolle über die Industrie und damit schlussendlich über alle Kontinente (Professionelle Kolonialisierung). Wer anderen Ländern ein Embargo aufzwingt, verändert die Leistungsfähigkeit dieser, man rechtfertigt so die wirtschaftliche Entmachtung fremder „offensichtlich“ Rückständiger (Iran, Nord Korea), was dann als Option übrig bleibt. Blumenzucht, Kommunismus? Also Mohnfelder und Revolution…

Wenn man diesen Völkern durch eine wirtschaftliche Vormachtstellung ein Leben aufzwingt was eigentlich dieser Kultur nicht entspricht, und dann die Menschen zwingt ihre Rückständigkeit als mögliches Problem für die kommenden Handlungen durch diese Übermacht anzunehmen, dann ist dass sehr wohl die Richtung genau die unsere Industrialisierung genommen hat.

Da man mit Kampfdrohnen und in einem entsprechenden Maschinenpark gegen die Rückständigen vorgehen will schliesse ich, soll die moralische Rechtfertigung Fortschritt, Kampf gegen Terrorismus nicht im Volk diskutiert werden. Wenn der Gegner nicht Aufrüsten oder etwas wie günstige Arbeitskräfte bieten kann gehört er folglich zu den Rückständigen· Daher muss man die westlichen Aktivitäten in China einmal in dieses neue Bild miteinbeziehen, und Fragen zu welchem Preis. Denn das ist ein Fortschritt auf Kosten der Ärmsten, die weder unsere Kultur wollen, noch sie erhalten, oder eine eigene weiterentwickeln können (so wie schon der Christentum der Spanier für die Indianer in Südamerika vor 400 Jahren).

Schlussendlich enden diese Menschen in Nähfabriken und ähnlichem und produzieren für einen Hungerlohn Waren für unsere Industrie, welche wir uns sonst nicht leisten könnten.