Kleine Ratten und blaue Schlümpfe

Schlumpf-Dekoration in Barcelona
„Barrufets a la festa major de Sants“ von Pere prlpz – Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons

Wenn die Kinder nicht Schlümpfe im Fernsehen schauen könnten, würden sie mit Ratten spielen wollen, doch der Mann von Welt weiss Rat und schreitet sogleich zur Tat! Siehe Selbst…

Die Schlümpfe sind sehr klein (sie passen mühelos in die Hand eines erwachsenen Menschen) und haben eine kräftig blaue Hautfarbe. Sie sind meist einheitlich gekleidet mit weißen Hosen (die in der Art einer Strumpfhose auch die Füße umschließen) und einer weißen phrygischen Mütze. Der Große Schlumpf (Papa Schlumpf) hebt sich von den anderen Schlümpfen durch seinen weißen Vollbart und seine rote Kleidung ab. Alle anderen Schlümpfe sind bartlos. Zu Ausnahmen von der weißen Einheitskleidung, wie beim Gärtnerschlumpf (Strohhut), dem Kochschlumpf (Kochmütze) oder dem Bastelschlumpf (Latzhose), kommt es erst in späteren Alben. Lieblingsspeise der Schlümpfe ist Sarsaparilla (überwiegend als „Schlumpfbeeren“ eingedeutscht), der Große Schlumpf verwendet diverse Teile der Sarsaparilla-Pflanze auch zur Herstellung von Salben, Tränken und Arznei.

Peyo, Pseudonym für Pierre Culliford war der Schöpfer von Spirou, des kleinen quirligen Pirlouit und den Schlümpfen. In einer 1952 gezeichneten, Geschichte über den Pagen (Le lutin du bois aux roches) tritt erstmals der kleine quirlige Pirlouit auf, welcher Johan von dann an treu zur Seite steht.
Peyo gilt grundsätzlich als der Schöpfer der Schlümpfe; an den Geschichten arbeiten in Zeichnung und Text auch Yvan Delporte, Gos und andere mit.

Es ist keine Zufall das die erste Schlumpfgeschichte, Die Schlümpfe und die Zauberflöte war!

Der Rattenfänger von Hameln ist eine der bekanntesten deutschen Sagen. Sie wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Es wird geschätzt, dass mehr als eine Milliarde Menschen sie kennen. Selbst in fernen Ländern gehört sie häufig zum Schulunterrichtsstoff; besonders in Japan und in den USA ist sie sehr beliebt.

Geschichte: Der Sage nach ließ sich im Jahre 1284 zu Hameln ein wunderlicher Mann sehen. Er hatte ein Obergewand aus vielfarbigem, buntem Tuch an und gab sich für einen Rattenfänger aus, indem er versprach, gegen ein gewisses Geld die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien. Hameln litt zu dieser Zeit unter einer großen Rattenplage, deren die Stadt selbst nicht Herr wurde, weshalb sie das Angebot des Fremden begrüßte.

Die Bürger sagten ihm seinen Lohn zu, und der Rattenfänger zog seine Pfeife heraus und pfiff eine Melodie. Da kamen die Ratten und Mäuse aus allen Häusern hervorgekrochen und sammelten sich um ihn herum. Als er nun meinte, es wäre keine zurückgeblieben, ging er aus der Stadt hinaus in die Weser; der ganze Haufen folgte ihm nach, stürzte ins Wasser und ertrank. Als aber die Bürger sich von ihrer Plage befreit sahen, reute sie ihr Versprechen und sie verweigerten dem Mann den Lohn, so dass er zornig und erbittert wegging.

Am 26. Juni kehrte er jedoch zurück in Gestalt eines Jägers, mit schrecklichem Angesicht, einem roten, wunderlichen Hut und ließ, während alle Welt in der Kirche versammelt war, seine Flöte abermals in den Gassen ertönen. Alsbald kamen diesmal nicht Ratten und Mäuse, sondern Kinder, Knaben und Mägdlein vom vierten Jahre an, in großer Anzahl gelaufen. Diese führte er, immer spielend, zum Ostertore hinaus in einen Berg, wo er mit ihnen verschwand. Nur zwei Kinder kehrten zurück, weil sie sich verspätet hatten; von ihnen war aber das eine blind, so dass es den Ort nicht zeigen konnte, das andere stumm, so dass es nicht erzählen konnte. Ein Knäblein war umgekehrt, um sein Obergewand zu holen, und so dem Unglück entgangen. Einige sagten, die Kinder seien in eine Höhle geführt worden und in Siebenbürgen wieder herausgekommen. Es waren ganze 130 Kinder verschwunden. Man hat sie nie mehr gesehen.
(Gekürzt und sprachlich etwas modernisiert nach: Brüder Grimm: Deutsche Sagen, Nr. 245, Die Kinder zu Hameln)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rattenfänger_von_Hameln

Peyo’s Schlümpfe – Nach einem Versuch in Schwarzweiß, Anfang der 1960er Jahre durch das Trickstudio Dupuis TVA, und nachdem mit Tim und Struppi, Asterix und Lucky Luke bereits einige frankobelgische Comic- Serien verfilmt worden waren, kamen die Schlümpfe 1975 mit der Verfilmung ihrem Debüt La flûte à six schtroumpfs ins Kino. Die deutschsprachige Fassung startete im Oktober 1976 in den bundesdeutschen Kinos.

Der Edelpage Johann und der König empfangen einen fahrenden Musikinstrumentenhändler auf dem königlichen Schloss. Der Händler möchte dem Hofnarren Pfiffikus einige Musikinstrumente verkaufen. Johann und der König sind davon allerdings nicht begeistert und setzen den Händler vor die Tür. Dabei verliert dieser eine seltsame kleine Flöte, die nur sechs Löcher hat. Damit diese unter keinen Umständen Pfiffikus in die Hände fällt, beschließt der König, die Flöte zu verbrennen. Als er sie jedoch in sein Kaminfeuer wirft, wird der Rauch zu beißend grünem Qualm, der im ganzen Schloss Alarm auslöst. Nachdem das Feuer gelöscht ist, findet Pfiffikus in der Asche die unversehrte Flöte, sehr zum Leidwesen des Königs. Weiterlesen…
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schlümpfe_und_die_Zauberflöte

Die im Comic enthaltene karge Darstellung des verwunschenen Landes der Schlümpfe erfolgt im Film viel bunter und auch umfangreicher. Im Gegensatz zum Comic bleiben im Film vier Schlümpfe während der Seereise und dem Endkampf gegen Mathieu Torchesac bei Johan. Im Comic verabschieden sich am Ende die Schlümpfe auf einem Feld, im Film findet diese Szene im Schloss statt. Die Filmmusik, mit Einsatz der Flöte, stammt von Michel Legrand. Einige andere Comic-Geschichten von Johan sind in der ab 1981 produzierten Fernsehserie enthalten, den Schlümpfen kommt dabei im Vergleich zu den entsprechenden Comic-Geschichten (falls sie dort überhaupt vorhanden sind) meist eine größere Rolle zu.

Im Studio Peyo entstanden dann seit den 1980er Jahren viele Kurzgeschichten (acht oder vier Seiten) sowie 220 neue Einseiter (Schtroumpferies). Das letzte Schlumpf-Abenteuer, an dem Peyo offiziell noch mitarbeitete, kam in seinem Todesjahr 1992 heraus.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schlümpfe

Eine Schlumpfgeschichte für moderne Kinder… aber auch eine für Erwachsene, zumindest für solche die ein Auge für die Natur der Sache haben!