Irren ist menschlich…

Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstvertrauen, oder Umgangssprachlich Selbstbewusstsein, auch Ego) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich- Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen.

Äußere Faktoren können das Selbstvertrauen prägen, wenn bei bestimmten Anforderungen hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie zum Beispiel Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichen Situationen oder Ähnliches.

Selbstwert ist darüber hinaus auch eine politisch- moralische Kategorie, die beispielsweise die Gewissheit begründet, in einer bestimmten Situation „im Recht“ zu sein, bzw. ein zustehendes Recht wahrzunehmen, einzufordern oder zu erstreiten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwert

Gruppendynamik

Dependenz
1. Dependenz – Flucht
Hier geht es um die Abwehr von Angst. Äußerlich scheint die Gruppe nach einem gemeinsamen Ziel zu suchen, man ordnet sich bereitwillig der Autorität der Trainer unter und versucht deren Erwartungen zu erfüllen. Erfahrene Teilnehmer beanspruchen Führungsaufgaben, werden aber von anderen immer wieder sabotiert.
2. Konterdependenz – Kampf
Hier geht es um die Macht. Die Macht der Trainer wird infrage gestellt, viel Diskussion über die Struktur, die Gruppe spaltet sich oft in zwei Teile, die einen versuchen Ordnung in das Chaos zu bringen, die anderen widersetzen sich.
3. Lösung (Katharsis)
Inhalte und Themen werden zunehmend beachtet, Beziehungen werden geklärt und Erkenntnisse gewonnen, zwischen den Subgruppen bilden sich Kooperationen, die Gruppe einigt sich auf ein Ziel, Regeln werden aufgestellt.
Interdependenz
4. Harmonie – Flucht
Die Gruppe flüchtet in Harmonie und Solidarität, die Gruppengeschichte wird idealisiert, intensive Arbeit aller am gemeinsam gewählten Programm, Einigkeit über Rollen und Aufgaben, Abgrenzung nach außen.
5. Entzauberung – Kampf
Konflikt zwischen persönlichen Wünschen und Gruppendruck, Infragestellung der Ziele und Regeln, Misstrauen untereinander, Spaltung in zwei Subgruppen, Machtkampf, viele Störungen.
6. Konsensbildung
Gruppe wird arbeitsfähig, Rollen werden geklärt, Normen und Regeln werden flexibel und konstruktiv eingesetzt, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und umgesetzt, Gruppenkultur bildet sich, Kontakt und Zusammenarbeit mit anderen Gruppen.

Jede Gruppe entwickelt sich in Phasen, deren Abfolge immer ähnlich verläuft. Warren Bennis beschreibt insgesamt drei Phasen:

  • Dependenz – Abhängigkeit,
  • Konterdependenz – Gegenabhängigkeit/ Trotz,
  • Interdependenz – reifes Miteinander.

Eine Rolle oder Position beschreibt eine vereinbarte oder verliehene, allen Gruppenmitgliedern bekannte Tätigkeit, die mit einer spezifischen Leistung für die Gruppe verbunden ist. Die Funktion muss nicht ausgesprochen sein – in der Regel sind viele Funktionen dies nicht.

Die Theorien der Gruppendynamik unterscheiden stärker als andere Theorien zwischen Funktion, Position und Rolle als bestimmende Elemente von Verhalten: Grundlage des Modells ist die Beobachtung, dass praktisch alle länger bestehenden Gruppen erst durch eine gemeinsame Aufgabe, wie einen Gegner oder ein gemeinsames Gegenüber (beispielsweise ein gemeinsames Ziel, oder individuelle Ziele, die gemeinsames Hiersein bedingen), zu einer Gruppe mit Rangdynamik werden.

Bild von Jesus aus Ravanna
Christus-Darstellung in Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna, 6. Jahrhundert

Irren ist menschlich… Die beiden Psychologen Chabris und Simons untersuchten die Dynamik von Gruppen, die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass sich in einer Gruppe ein Übermass an Selbstvertrauen bildet.
Die Studie wurde an der Harvard Universität erarbeitet, Chabris stellte Einzelpersonen sowie auch einer Gruppe von Teilnehmern verschiedene Quizfragen. Die Testpersonen in der Gruppe schnitten im Versuch jedoch nicht besser ab als die Einzelkämpfer.Als Grund für diese unerwartete Testresultate machen die Versuchsleiter ein gesteigertes Selbstbewusstsein der Teilnehmer geltend. Generell schätzten die meisten Kandidaten ihr Wissen grösser ein als es tatsächlich war. Der übersteigerte Selbstwert war bei den Teilnehmern der Gruppe aber vergleichsweise grösser!
Quelle: http://www.spektrum.de/inhaltsverzeichnis/raetsel-mensch-nr-1/1303609

Wir Alle kennen die entsprechenden Zeugnisse unserer Kirchen – wieso diese religiösen Geschichten von historisch bedeutendem Wissen und über wundersamen Fähigkeiten zum Kern der grössten Bewegung der Menschheit gehört, wird in einem eben solchen Zusammenhang erst ganz verständlich. Was sich also schon unsere Ahnen sehr bewusst gewesen waren, hat zum Teil aber auch einen solchen Umständen geschuldeten Hintergrund: Und doch wenn einer kommt und sagt ich muss Gottes Sohn sein, und sich über das Ausmass dieser Behauptung auch versucht klar zu werden, dann muss dieses Wissen auch untrennbar mit unserem Genie zu tun haben…

Nicht alle Positionen sind zu jeder Zeit besetzt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendynamik