Es gibt keine dummen Fragen

Fragen  kostet nichts!
Es gibt keine dummen Fragen

Dieses scheinbar hilfreiche Wissen – die richtige Antwort, die schon jedem nachhackendem Schüler einmal so Angeboten wurde; Es gibt keine dummen Fragen!“ – einmal verstehen.

Gerade weil sich ein/e vermeintlich Schlauere/r die neue Antwort auf die selbige alte Frage überlegt, dessen urtümlicher Sinn es war, uns seiner neuen Aussage zu vergewissern, sollten sich Betroffene am Effekt hinter dieser Manipulation einmal „selber“ versuchen

In dieser Gesellschaft gibt es sozusagen eine höhere Bildung, Wenn wir durch eine eigentlich ausweichende Antwort, vorhandene Bedürfnisse nach Wissen und im Verhältnis der Macht gesehen, die Gewissensfrage dem Bedürfnis nach Erkenntnis gegenüber stellen, wird man hier darin eine Verschwörung sehen oder jetzt zumindest die dunklen Hintergründe richtig vermuten können.

Was ist eine dumme Frage? Nun einige Leser/inen haben sehr wahrscheinlich meine Komplementierung der beiden Geschlechter wie es sich aufmerksamerweise und ausnahmslos gehören sollte, bei der Nomination an diese Adresse bemerkt. Wenn man also für Leser/inen schreibt oder für Bürger/inen erzählt dann verfasst man beide Geschlechter in dafür einem stellvertretenden Ausdruck zusammen. Das ergibt also für Leser die Schreibweise Leser/innen, bzw Bürger/innen für Bürger. Wie ich es aber dafür zu pflegen übe, schreibe ich hier doch Leserinen und nicht Leserinnen. Die Frage würde sich sonst nämlich stellen müssen – sagt man Leser/innen weil bei dem weiblichen Geschlecht, die Extremität nach Innen zeigt? Wie ich finde ist das ein berechtigte aber blöde Frage, Es gibt also trotz gegenläufiger Behauptung des vermeintlichen Aufklärers – die dummen Fragen, nämlich dann wenn sie eigentlich zu vermeiden währen.

Die in solchen Zusammenhang, durch diese klare Aussage zum eigentlichen Sachverhalt, dafür zu ziehende Linie – zwischen Wahrheit und einer Beziehung dazu – wurden von unseren jeweiligen Lehrern damit Regeln verletzt zumindest zu dieser Beziehung und als Stadium bis zum Mysterium verschleiert,

Natürlich ist das wahrscheinlich, da sich ja auch Lehrer in ihrem Beruf und als Persönlichkeit immerwieder bestätigt sehen muss. Hier sehen wir jedoch erstmals klar die beruflichen Ansprüche welche in einem Menschen gewachsen sind und diese generelle Abhängigkeit eines Lehrlings, also dem später Berufstätigen. Da eine Sache besser als Andere zu Wissen, auf beruflichen Vorteil bzw. Leistungsfähigkeit zeigt, und die scheinbare Toleranz von einem Mentor zu den bestenfalls vermeintlichen Fragen, sich primär auf den späteren Unterricht, die zwischenmenschliche Beziehung und eine erforderlich Bewertung auswirken, kann es nicht zu unserem Schaden sein, eine uns allen geläufige frühere Erfahrung auch auf die aktuellen Prozesse in unserer Berufswelt zu übertragen!

Es ist vermutlich nicht dieser einzigen Aussage geschuldet, aber sicher doch ein gutes Indiz für unsere Kultur. Wer sich mit seinem Wissen einen Vorteil verschaffen kann, macht das auch. Durch das Anwenden von ausweichenden Dialogen, werden die allenfalls gültigen Positionen für Dritte sichtbar, es entstehen also für die Gruppe oder wie in unserer Wirklichkeit für die ganze Bevölkerungen eine neue Grenze. Diese Grenze wird aber nicht laut ausgesprochen, sie wird in unseren Schulzimmern oder in unseren Ausbildungen gezogen. Wer sie zieht sollte sie auch verstehen!

Die schulische Leistung und die weitere akademische Laufbahn bilden heute die entscheidende Ausgangslagen für jede/n Arbeitnehmer/in. Da durch die akademische Laufbahn geschulten Lehrer all ihren Schülern, im Auftrag ihrer Eltern und der Gesellschaft eine Welt zeichnen, die ja aus dem Schulzimmer für Kinder und Jugendlichen ziemlich überschaubar erscheinen und Lehrer es vorziehen zu erklären dass sie gut zu erreichen sein werden, erhalten nächste Generationen so eine doch sehr tiefgründige philosofische bzw. philologische Wertigkeit. Und eigentlich dadurch auch persönliche motivierte Inhalte, die durch eine hierarchische Abhängigkeit gespickt sind, ohne je pädagogischen Nutzen aufzuzeigen!

Jean Jacques Rousseau macht dazu die folgenden Aussagen: Solange sich mehrere Menschen zusammen als eine einzige Körperschaft betrachten, haben sie nur einen einzigen Willen, der sich auf die gemeinsame Erhaltung und das allgemeine Wohlergehen bezieht!
Würde ihn jemand Fragen, warum sich die Menschen in einem solchen Gesellschaftsvertrag zu einem öffentlichen Körper bilden sollen, dann hätte er vermutlich aus seiner überlegenen Ansicht, aus des anderen Reaktion – folglich ängstlichen Geist – vorbehaltslos abgeleitet, und die ihm entsprungene Antwort – diesem anderen Wesen angeboten: Wenn ein Staat dem Untergang nahe ist und nur noch als eingebildete und leere Form besteht, wenn das gesellschaftliche Band in allen Herzen gerissen ist, wenn das niedrigste Interesse die Stirn hat, sich mit dem geheiligten Namen des Gemeinwohls zu schmücken: dann verstummt der Gemeinwille, alle werden von verborgenen Beweggründen geleitet werden und äussern ihre Meinung nicht mehr wie Bürger, gerade als ob der Staat niemals existiert hätte. Aus seinem Werk Grundsätze des Staatsrechts

 

2 Kommentare

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.