Stopp! es macht uns krank…

Leopold Max Walther von Wiese und Kaiserswaldau und Karl Gustav Specht sind (nicht mehr):

Wiese ist bekannt für seine Werke zur Gesellschaftslehre. Er versuchte, die Soziologie der Gegenwart als eine eigenständige Sozialwissenschaft zu etablieren, losgelöst von Geschichte, Psychologie und Philosophie. Leopold von Wiese konzentrierte sich auf die sozialen Beziehungen zwischen Menschen als „soziale Prozesse“ und die dafür bedeutsamen Strukturen als „soziale Gebilde“. Gemeinsam mit Georg Simmel gilt er als Begründer der formalen Soziologie. Seine Beziehungslehre hat in der Soziologie keinen Einfluss mehr.

Zu seinen Schülern zählt Karl Gustav Specht, der Mitbegründer der Gerontologie und Medizinsoziologie in Deutschland und frühere Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen- Nürnberg.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Wiese

Die Medizinische Soziologie entwickelte sich im ausgehenden 19. Jahrhundert aus der Beobachtung, dass gesellschaftliche Bedingungen und Umwelteinflüsse eine wesentliche Bedeutung für Krankheitsentwicklung haben. Gegenwärtig werden jedoch weniger „weiche“ soziale Faktoren als Ursachen der Krankheitsentstehung angenommen. In Zeiten der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und großer Hoffnungen auf neue Therapieformen durch Genforschung werden insgesamt wieder stärker materialistische Faktoren, d. h. genetische Ursachen von Krankheiten favorisiert.

Die Medizinsoziologie beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung, die Krankheit und Gesundheit in der Gesellschaft haben und den Formen und Folgen ihrer gesellschaftlichen Behandlung. Die Medizinsoziologie interessiert sich:

  • auf der Mikroebene für individuelle und kollektive Orientierungsformen und Handlungsrationalitäten (z. B. Wahrnehmung von Krankheit, Risikoverhalten etc.),
  • auf der Mesoebene für die Organisations- und Netzwerkformen der gesellschaftlichen Behandlung von Krankheit und Gesundheit (z. B. Krankenhausstrukturen, Kooperationsformen bei Seuchen etc.),
  • auf der Makroebene für gesellschaftliche Strukturen, Institutionen und Gestaltungsmöglichkeiten (z. B. Gesundheitssystem, soziale Ungleichheit etc.).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinsoziologie