Zigeunerleben (you just travel me widely)

Artikel über Zigeuner von Johann Zedler aus dem 18. Jahrhundert
Artikel Ziegeuner,Johann Heinrich Zedler: Universallexicon (1731–1754), bedeutendste deutschsprachige Enzyklopädie im 18. Jahrhundert. „Ziegeuner werden als heterogene soziale Gruppe mit den gemeinsamen Merkmalen der Delinquenz und einer nicht ortsfesten Lebensweise dargestellt.“

Was fühlt man beim Reisen – das kommt klar darauf an warum man auf die Reise geht. Ich denke aber an die Reise die ein bestimmter Teil der Arbeitnehmer/inen bewusst zur Ausübung ihres Berufs in Kauf nehmen, also die Pendler/in die alltäglich ihren „langen“ Arbeitsweg machen. Klar wer selber nicht in der Stadt wohnen muss, aber trotzdem etwas mehr Beschäftigung und Abwechslung sucht als es ihm/ ihr auf dem Land geboten wird, erhält dafür das Beste. Von zwei unterschiedlichen Lebensgrundlagen, mit einmalig für andere gut sichtbar geschlossenem, einem objektivem Kompriss, und diesem endgültigen Lösungsvorschlag auf die jeweilig nachteiligen persönlichen Lebensumstände durch andere Einwohner. Auch für Mitbewohner: Hier muss man ja nicht erklären, dass die Stadtbewohner am Wochenende dann aufs Land fahren…

Man könnte jetzt glauben oder man sich selber dabei erwischen , zu vermuten dass es zum Reisen selber keine Gründe braucht. Jedoch scheint mir das zu weit hergeholt, da sich mittlerweile viele gemeinschaftliche Errungenschaften bzw. Diskussionen genau um diese Reisen drehen!
Ich würde soweit gehen und behaupten dass man mit einer einstündigen Fahrt zum Arbeitsplatz bzw. insgesammt zwei für Hin- und Rückweg zusätzlich zur Arbeitszeit, Gefühle pflegt- zu pflegen hat, die dem Motiv der Fahrenden gleich oder sehr ähnlich sein werden.

Delinquenz (lateinisch delinquere „sich vergehen“) ist die Neigung, vornehmlich rechtliche Grenzen zu überschreiten, das heißt, straffällig zu werden. Nach Moffitt ist zu unterscheiden zwischen persistenter Delinquenz mit Beginn im Kindesalter und meist vorübergehender Jugenddelinquenz.
Quelle: Wikipedia Artikel, Delinquenz

Wer sich nirgends richtig wohl fühlt, aber von Neugier getrieben eine Gelegenheit zum Leben sucht, wird sich mit dem Strom schwimmend sozusagen als Massenbewegung mit Stahl, Beton und Asphalt und im Haufen von zehntausenden Anderer, trotz Schuldgefühlen, vielleicht sogar schwerwiegender Komplexe, aber über neu gewonnener Komplexität wieder wohler fühlend, als Andere die offensichtlich nicht verwöhnt werden wollen und auch nicht (mehr) zeitgemäss unterwegs sind.

Logisch die Arbeit kommt ja auch (noch) nicht zu mir nach Hause, also gehe ich zu ihr. Und die Vorteile liegen ja auf der Hand, gute und sichere Jobs, oft kennt man die Stadt auch schon aus der Studienzeit, oder aus der Ausbildung und man geht ja auch nicht ganz freiwillig jeden Tag aufs neue auf die Plätze…
Diese ganze Geschichte hat aber einen Hintergrund den man so nicht vermuten würde. Dreht man die Zeit 4 Tausend oder mehr Jahre zurück, um gemeine Evolution zu verstehen, wird man die unterschiedlichen Überlebenstrategien von damals deutlich verstehen. Als sich einige sesshafte Gruppen, bemüht um Landwirtschaft also frühen Ackerbau bemühten, andere ständig mit eigener Schafherde auf Weidegebiete lebten, zog eine dritte Gruppe über die „Länder“ jagte und trieb bestenfalls Handel mit den jeweilig anderen, oder nahmen sich von ihnen einfach was sie zum Leben brauchten.
Auch heute fühlt sich Sesshaftigkeit doch manchmal an wie Besessenheit, diese Lebensweisen haben sich aber folglich auch weiterentwickelt. Und wenn man heute selber keine Nahrungsmittel produzieren wird, steht man vor Gedankengut eines Zigeuners, auch wenn wir besser geschult bzw. ausgebildet werden, viele unserer heutigen Verhaltensweisen haben sich noch nicht wirklich dem modernen Leben ergeben. Wenn es auch früher für den/ die Nomaden wahrscheinlich keine Entschuldigung für deren Handlungen gegenüber Artgenossen gab, war dieser Gruppe schon klar, dass man anderen Schaden anrichten konnte. Heute ist dieser Raubbau zumindest in unseren Breitengraden vermutlich doch einer gesunden Natur/ Umwelt genommen, jedoch die menschliche Überlebenstrategie benötigt Dominanz was gegenüber dem vermeintlich nicht angepassten Leben, zu einem Anschein von Vorteilen für die Person zeigt.

Wenn wir verstehen wollen, dass man deshalb im Laufe unserer Geschichte diverse staatliche Einrichtungen einführte, wobei es doch noch keine für Intelligenz zu geben scheint, die für die gute Sitte des Menschen sorgt, auch heute immer noch den (vielen, mehr gewordenen) Fahrenden zusieht wie sie unmoralisch über die Ernten oder besser Einnahmen von anderen Verfügen – nicht nur während ihren Riesen – hat die Natur eine erste Aufgabe gegeben – doch selber Mensch zu sein.

Als Devianz (von französisch dévier, deutsch abweichen) oder abweichendes Verhalten werden in Soziologie und Sozialarbeit Handlungen bezeichnet, die gesellschaftlichen Regeln und Erwartungen widersprechen. Delinquenz ist eine Teilmenge von Devianz. Aus der Perspektive des Etikettierungsansatzes ist abweichendes Verhalten stets Ergebnis einer Zuschreibung. In einem überkommenen Sinne wurden auch Eigenschaften und Merkmale wie etwa Behinderung und Hautfarbe als deviant bezeichnet. In der Statistik bezeichnet Devianz ein Maß für die Fitqualität eines Modells für einen gegebenen Datensatz. Für verallgemeinerte lineare Modelle ist die Devianz im Rahmen von Maximum-Likelihood-Methoden durch zweimal dem natürlichen Logarithmus der Likelihood definiert.
Quelle: Wikipedia Artikel, Devianz

Rechnen und dazu zu Steuern scheint sich auch heute immernoch auf die Menschen, genaugleich wie vor 4 tausend Jahren auszuwirken. Keiner will so genau vorher gesagt haben oder dann Verantwortung dafür übernehmen können. Nicht wichtig ob das geleistete reicht, um die sich und die „eigene“ Gruppe über die Runden zu bringen – auch schon die Ahnung einer möglichen benachteiligten Lebensaufgabe genügt um sein Verhalten in die anarchische Zone zu überführen. Man fährt bzw. schleicht also immer wieder dort ein wo es möglicherweise etwas zu holen gibt, stellt die Lebensgrundlage auf eine uralte Lebensweise, und sucht selber nicht nach der Möglichkeit, die dieser moderne Mensch offensichtlich aber immer hat.

So das war die einfache Fahrt – den Rückweg, muss man jetzt, wenn man denn noch einen auf dieser Reise suchen will, schon selber gehen!

Was weiss die Wikipedia?

Als Ferien werden Zeiträume bezeichnet, in denen eine Einrichtung vollständig schließt, um ihren Angehörigen andere Tätigkeiten, insbesondere Erholung zu ermöglichen.

In der Schweiz wird daneben auch der Erholungsurlaub ausschließlich als Ferien bezeichndet. Die Schweizer fahren auch nicht in den Urlaub, sondern gehen in die Ferien. Im übrigen deutschsprachigen Raum ist Ferien vom Urlaub zu unterscheiden, der jeweils nur einzelnen Angehörigen der Einrichtung gewährt wird.

Wortursprung

„Ferien“ stammt aus dem Lateinischen von feriae (= Festtage, Feste). Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit unterschied man zwischen einer Reihe von verschiedenen „Ferien“: „feriae sacrae“, „feriae profanae“ und weiteren Feiertagen, an denen das öffentliche Leben (Gerichte, Vertragsverhandlungen, Universitäten, Schulen etc.) ruhte.

Seit 1521 wird das Wort in der Reichsordnung unter „geschäftsfreie Tage“ (zunächst im Gerichtswesen) aufgeführt. Ab 1749, mit der Einführung der „Schulferien“, werden auch „unterrichtsfreie Tage“ damit bezeichnet. Vom Ende des 19. Jahrhunderts an wird das Wort auch synonym mit Urlaub (mhd. urloup = Erlaubnis, Erlaubnis zu gehen, Abschied) für die Arbeitsunterbrechung der angestellten Arbeiter verwendet.

Quelle: Wikipedia die freie online Enzyklopädie