Bankgeheimnis versus Whistleblower (2. Teil)

Sind unsere „tagtäglichen“ Geldgeschäfte längst selbst ein stinkender Fisch? Die Entscheidung dieses System so weiter laufen zu lassen vergleichbar mit medizinisch falscher Behandlung: Infusionen legen gegen Krebs?

Das Steuerhinterziehung für ein ganzes Wirtschaftssystem bzw. eine ganze Klasse von Menschen zum Arbeiten und Geldverdienen dazu gehört, für mich unvorstellbar. Und das auch im Fall Falciani relevant gewesen war, dass sich seine Bank mit ihren Kunden bereicherten, wie für den vermeintlichen Whistleblower fest stand, und das als Wirtschaftsleistung moralische Entscheidungen einbezieht,  nur weil HSBC mit ihrem Schweizer Geschäftssitz legitime bzw. gesetzliche Grundlagen dafür hatten. Kriminell!
Diese schweizer Banken förderten Steuerbetrug sogar als Geschäftsmodell – für den Informatiker Falciani ist es logischerweise persönliche Gewinnsucht, die erklärt warum solche Menschen immernoch Reicher werden. Und es ist vor allem im Finanzsektor normal dass kurzfristige Gewinne noch mitgenommen werden, also jeder sich sozusagen selber belohnt – Alles ganz normal wenn niemand an moralische Verpflichtung gebunden ist.

Binenvölker in ihren Magazinen die in der nähe von Landwirtschaft platziert wurden
Magazinbeuten (je 3 Zargen) als Wanderstand an einem Rapsfeld

Das Wort Beute wurde im 8. Jahrhundert zuerst für ein Backbrett oder einen Backtrog und später für den Waldbienenstock benutzt. Trotz der frühen Bezeugung ist weder die Herkunft noch die Geschichte ausreichend geklärt worden. Bezeugt ist das mittelhochdeutsche Wort „biuta“ als Bienenstock und das althochdeutsche „biutte“ oder „biot“ als Backtrog oder Bienenkorb. Ursprünglich bezeichnete das Wort „Beute“ in diesem Zusammenhang oft auch den ganzen Bienenbaum. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird dieser Begriff für die von Menschen konstruierte Bienenwohnung verwendet.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bienenstock

Alles wird zu Geld… und dann machte es das Finanzsystem gleich selbst, legte sich mit dem Fall Falciani in die eigene Grube.
Falciani versuchte mit den ihm durch seine Arbeit zugänglichen Kundendaten, an bessere Einnahmequelle zu kommen – Reich wird wer sich mit Geld und nicht mit Arbeit, nochmehr Geld verdient. Er versuchte also mit der Vermittlung von Wohlhabenden Kunden respektive einer Weitergabe von gesammelten Kundendaten an Interessenten, eigene finanzielle Erfolge zu haben. Durch eine eher zufällig eingeleitete Strafermittlung wurde er aber noch vor seinem finanziellen Durchbruch erwischt! Gott sei Dank!

85,2% des Vermögens gehört 10% der Bevölkerung

Wer schon über Vermögen verfügt hat heute die Möglichkeit das Geld für sich arbeiten zu lassen, als mit Investitionen mehr Geld zu machen, die Gewinne aber nicht zu versteuern bzw. nur geringe Steuerbeträge zu bezahlen und durch Politik und Gesetzgeber die Arbeitnehmer ihrem Schicksal zu überlassen. Reich zu sein, wird als Motor für die Gesellschaft ausgweisen, und trotzdem bietet es sich an gesellschaftliche Probleme über Einkommen zu steuern?
Ja weil (noch) ein Grossteil der Bürgerinen und Bürger irgendwo dazwischen liegen, also sich dem einfachen Mensch sein verschreiben, und die persönliche Verantwortung abschieben bzw. ignorieren. Da viele Schweizer Staatsangestellten selber, zu den Reichsten 10000 gehören, wird gerade von dieser Gruppe am Geschäftsmodell festgehalten, mit entsprechenden Massnahmen würden sie ja sozusagen gegen sich selber vorgehen. Zur besseren Erklärung: Staatsangestellte können heute bei jeder Bank für ihren Wohnsitz oder für einen Zukauf von Immobilien nochmal den gleichen Betrag (90%) den sie aus Einkommen, bzw. den Ersparnissen daraus erzielen als Kredit beziehen, die Banken geben diesen ihre Brötchen weiter… Immobilien sind heute, eine gute Vermögensanlage, und die Finanzierung durch die Banken wird zur Zeit mit sehr guten Konditionen belohnt! (Kreditvergabe – eine Hypothek für die Liegenschaft, Leistung Anzahlung 10- 20% Prüfung plus Einkommen des Arbeitnehmers… Sie sind ja Beamter auf Lebenszeit – klingelts auch bei Ihnen?)

Heute bewegen sich die Banken mit ihren Geschäftsbilanz bei gewerbeübliche 5 – 10% Kapitaldeckung! Sie stehen also selbst als Günstlinge eines von ihnen getriebenen Systems vor, wie ich hoffentlich aufklären konnte handelt es sich aber nicht nur um den Aktienhandel, die Banken selber sind überflüssig geworden, da heute praktisch jeder Buchhalter oder Treuhändler einer grösseren Unternehmung, die Funktionen der Bank übernehmen könnte, die Banken als Dritte, sehen im verwalten von Lohn- und Sparkonten bzw. Ersparnissen, kein gewinnbringendes Geschäftsmodell mehr. Und möglicherweise sollen auch die Sparer, gleich selber Aktien kaufen, bzw. Aktionär werden, die zu jeder Nachrichtensendung gehörenden Aktienkurse zeigen deutlich auf eine solche Veränderung hin. Die Banken haben einen Arbeitsfleiss sozusagen auf Null reduziert…

Das Bankgeheimnis zählt zu den wesentlichen Elementen des Schutzes der Privatsphäre des Menschen, steht jedoch im Konflikt mit dem Anspruch des Staates auf eine zutreffende und gleichmäßige Besteuerung von Vermögen und Zinseinnahmen. In Deutschland wurde das Bankgeheimnis deswegen im Zuge der Einführung des Zinsabschlags gelockert und mit der Einführung des Kontenabrufverfahrens weiter geschwächt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bankgeheimnis

Wie verdient eine Bank Geld? Menschen die Arbeiten gehen und z.B. für später eine Reserve (nicht Altersvorsorge) aufbauen oder auch mit konkretem Ziel Um Land zu kaufen oder eine Liegenschaft zu kaufen, sparen von ihrem Einkommen etwas, um auf den nötigen Betrag zu kommen – diese Ersparnisse bzw. Einlagen wandern heute auf ein Bankkonto!

Das Geschäft der Bank ist, das bei ihnen deponierten Geld zu verleihen, um damit einen Gewinn für sich selbst zu erzielen. Dabei ist es wichtig dem Kunden dem die Bank Geld leiht, höhere Zinsen zu berechnen als die Zinssätze die sie für Sparer auszahlen. Dieses Geschäftsmodell wäre eine wirklich feine Sache und da eine Bank für diese Aufgaben wirklich hart arbeitet, steht sie hier auch nicht zur Diskussion. Wenn man so feststellen will hat die Bank durch die Altersvorsorge eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Jedoch ist das Prinzip Geld so zu verarbeiten, also für das Geld weniger Zins zahlen als dann Gewinn durch die Reinvestition zu erzielen, auch für  Unternehmenskapitalisierungen sinnvoll. Jedoch nur bedingt, da mit der heutigen Regelung diese Aktienkurse manipuliert werden können, also die Spekulation mit Aktien zu hohen Gewinnen führt, ohne dass die damit geführten wirtschaftlichen Erfolge einem wahren Sachverhalt entsprechen. Denn anderst als bei einem Kredit wird die Aktie auf dem Mark gehandelt, ohne dass sie je einmal von der Unternehmung zurückgezahlt also die bestehende Schuld gelöscht wird.
Die Banker haben damit sozusagen eine Möglichkeit gefunden, aber unter der unrealistischen Bedingung dass immer mehr Geld gespart würde, und die Aktien immer wieder grösseren Wert erreichen.

Banker machen weiter

Die Banker haben von diesem Spiel bis heute noch nicht Abstand genommen, obschon Amerika und Europa mittlerweile mehrere hundert Billionen Euro zusätzliches Geld den Banken geliehen haben, und die Aktienkurse damit wieder um rund 30% oder möglicherweise sogar bis 50% über dem Kurs liegen als zu dem Zeitpunkt als dem Finanzsystem das Geld ausging!
Zur Erklärung: Die Banken empfehlen dem Kunden eine Aktie zu kaufen, da immer wieder die gleichen Unternehmen zum Kauf empfohlen werden, bieten sich die Investoren wie bei einer Auktion gegenseitig in die Höhe. Einziger Ausweg aus diesem System ist, dass unsere Banken nur noch diesen Firmen Geld leihen, also folglich keine Konkurrenz mehr entstehen kann. Die kleineren Unternehmungen (Startups) werden, wen sie Gewinne erzielen von den grossen einfach aufgekauft.
Dieses System hat verheerende Wirkung auf unser gesellschaftliches Leben, da damit, diese Unternehmungen immer mehr Kontrolle über die Bevölkerung erhalten.
Die Politik redet sich ein, das mit unternehmerischem Wettbewerb, ein möglicher Nachteil für unsere Gesellschaft abgewendet werden kann, jedoch zeichnet sich immer mehr ab, dass diese Unternehmungen einem wirkungsvollen Wettbewerb (wie es ihn vielleicht in der Politik gibt) ausweichen können.

Die technische Entwicklung durch das Gewerbe mit Patentschutz für Erfindungen für jede neue Innovation, also diesem gesetzlich geregelten Schutz für Innovationen und Investitionen, hebeln diesen Wettbewerb gleich selber wieder aus.
Wenn die anderen Unternehmen mit konkurrenzierender Ware auf den Markt kommen, riskieren sie hohe Prozesskosten oder gar noch höhere Bussen – der Nutzniesser davon ist auch der Staat bzw. dessen Gerichte. Das ist schon ziemlich absurd, oder?

Schon gewusst… Anwälte von Banken verdienen mit diesen Mandaten am meisten Einkommen!

Einer Studie zufolge betrug im Jahr 2000 der Gini-Koeffizient weltweit 0,892. Demnach besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung 40 % des Weltvermögens.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vermögensverteilung

Dritter Teil folg…