Die Dr. Jekyll und Mr. Hyde Gesellschaft

Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde ist von Robert Louis Stevenson geschrieben worden
Richard Mansfield in seiner Doppelrolle. Die Bühnenfassung von Thomas Russell Sullivan wurde 1887 uraufgeführt, ein Jahr nach der Veröffentlichung. Foto von 1895

Sie ist eine der berühmtesten Ausformungen des Doppelgängermotivs in der Weltliteratur, die Novelle des schottischen Schriftstellers  Robert Louis Stevenson (1850–1894) aus dem Jahr 1886; Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Die menschlichen Rollen, wie sie an uns herangetragen werden, verweigern sich ihrer Wertung, alles ist gut, insbesondere wenn es um die Arbeitskraft geht. Wenn sich Menschen in einer entscheidenden Position ihrer Gesellschaft sehen, also von ihr in einem beruflichen oder intellektuellen Stand gehoben wurden, stehen ihnen oft gigantische Mittel zur Verfügung, die sie in Verbundenheit zu ihrem Beruf oder gesellschaftlichen Grad verwalten und weiter zu vermehren suchen.
Jedoch gibt die grössere Aufgabe nicht unbedingt einen besseren Überblick über die in einer bestimmten Situation zu bildende Organisation.

Personen die sich glücklich oder unglücklich schätzen und sich dafür zu Wehren bzw. zu Erhalten versuchen, sehen für ihr Schicksal das Gute oder das Böse verantwortlich. Dr. Jekyll schaffte durch sein fiktives Experiment, das Gute vom Bösen in der menschlichen Seele zu trennen.

Hauptrollen

Dr. Henry Jekyll
Der gutherzige Arzt ist hoch angesehen und erfolgreich, doch sein Testament gibt Rätsel auf. Sein Interesse an Edward Hyde ist mehr als widersprüchlich. In seiner Jugend hatte er den Hang zu Lastern. Am Ende des Romanes „stirbt“ er, indem er verschwindet.

Mr. Edward Hyde
Mr. Hyde ist der furchteinflößende Freund von Dr. Jekyll. Er ist sehr aufbrausend und ungezügelt. Nach einem Mord verschwindet er plötzlich. Als er aufgespürt wird, begeht er Selbstmord. Es stellt sich heraus, dass Hyde der isolierte böse Teil von Jekylls Persönlichkeit war. Offenbar litt Jekyll an einer Persönlichkeitsstörung, da Hyde, sich offenbar wie ein Gefangener fühlend, ihm in seiner Frustration manche Streiche spielte: Er kritzelte in Jekylls Handschrift Gotteslästerungen, verbrannte wertvolle Briefe und vernichtete das Porträt seines Vaters.

Mr. Gabriel John Utterson
Mr. Utterson ist Rechtsanwalt und ein guter Freund von Dr. Jekyll. Er gilt als trocken und etwas staubig, hat aber ein gutes Herz. Am Ende erbt er überraschend sämtliche Besitztümer von Jekyll. In der Geschichte übt er die Rolle des Protagonisten aus, der versucht, das Geheimnis um Mr. Hyde zu lüften.

Mr. Richard Enfield
Ein Cousin von Mr. Utterson und ein Gentleman, wie Utterson es ist. Er berichtet zum ersten Mal von Mr. Hyde.

Dr. Hastie Lanyon
Ein Kollege und alter Studienfreund von Dr. Jekyll. Er erfährt ein schreckliches Geheimnis und verstirbt an seelischen Angstzuständen. In seiner Jugend war er eng mit Henry Jekyll befreundet.

Nebenrollen

Mr. Poole
Mr. Poole ist der Butler von Dr. Jekyll. Er ruft Utterson, als Jekyll sich in seinem Zimmer einsperrt und sich in Hyde verwandelt.

Sir Danvers Carew
Sir Danvers, ein hochangesehenes Mitglied des Parlaments und ein gutherziger, älterer Gentleman, wird grundlos von Mr. Hyde zu Tode geprügelt, als er diesem zum falschen Zeitpunkt über den Weg läuft. Er war ein Klient von Mr. Utterson.

Mr. Guest
Mr. Guest ist ein Mitarbeiter in der Anwaltskanzlei und ein Bekannter von Mr. Utterson. Guest ist Graphologe und erkennt, dass Hyde und Jekyll dieselbe Handschrift führen.

Inspektor Newcomen
Als Utterson und die Polizisten in einem Haus in Soho den Beweis dafür finden, dass Mr. Hyde Sir Danvers getötet hat, schwört sich Inspektor Newcomen, dass er Hyde fassen wird.

Bradshaw
Bradshaw ist einer von Dr. Jekylls Bediensteten. Er wird nur zwei Mal erwähnt: Einmal in Jekylls Geständnis, als dieser als Hyde aufwacht und auf dem Weg zum Laboratorium dem jungen Mann über den Weg läuft, einmal, als Utterson ihm im letzten Kapitel befiehlt, zusammen mit dem Küchenjungen die Hintertür zu bewachen, falls Hyde entkommen sollte.

Eine Frage die sich vermutlich der Schriftsteller Stevenson zum Gelingen dieses Werks gestellt haben dürfte; Was macht die Gesellschaft aus uns?!

Die Gesellschaft hat akzeptiert, das die Menschen, um sich zu einem ihrer Bürger zu formen, ihre von Natur aus gegebenen Fähigkeiten immer wieder zu übertreffen haben; ausnahmslos steuert der überzeugte Bürger seine Anhängerschaft. Eigentlich beinhaltet diese literarische Verwandlung beides, sich diesem von Stevenson geschaffen gesellschaftlichen Glück stellen und in seiner bürgerlichen Rollen den Anderen zu befreien . Jedoch ist auch bei ihr sichtbar, dass wir selbst nicht in der Lage sind, uns so wie wir sind, zu akzeptieren und gerade ein Doktor soll sich bei seiner Arbeit sicher sein für die Menschen das richtige zu tun. Jedoch wird er versucht sein den Tod als Bestandteil des Lebens bzw. seiner Arbeit zu akzeptieren. Wird er Krankheiten der Patienten heilen, können diese wieder zur Arbeit gehen. Die Gesundheit die der Arzt herstellen kann, muss aber aus ihrem Gegenteil wachsen…

Stevenson setzt beim Dialog von Gut und Böse bei einer grundlegenden Hypothese an, er glaubt nämlich, dass sich der gute Dr. Jekyll in Mr. Hyde verwandeln wird, oder ihn vielleicht töten wird. Und sein Testament dass in der Geschichte als Hinterlassenschaft vom Guten an das Böse einen Anteil hat, beschreibt vielleicht nur den Heldenmut des Wissenschaftlers. Aber es gibt ebenfalls Einblick in eine Tiefenpsychologie; unser Verständnis und unsere Befriedigung durch Gutes oder Böses enden mit unserem Tod, jedoch ergibt sich daraus der vorhandene Unterton, seine Zweifel die Gott herauszufordern scheinen.
In seiner Fiktion wird die höhere Berufsausbildung augenscheinlich nur noch durch die Macht Gottes übertroffen; weiter aber soll sein Scheitern nicht akzeptiert werden, es geht nicht als Antwort verrückt werden und darum die Geschichte aber nicht die Frage schliessend an das Böse im Menschen weitergegeben werden.

Sein Scheitern war nicht vorhersehbar!

Durch einen Trank verwandelte er sich in den gewissenlosen Hyde. Anfänglich genießt er die neu gewonnene Freiheit, allerdings muss er bald feststellen, dass die Trennung nur unvollständig ist. Es kommt vor, dass Jekyll sich während des Schlafes in Hyde verwandelt, ohne dass er vorher den Trank zu sich genommen hat. In einer dieser Nächte ermordet Hyde Carew in einem Anfall von sinnloser Wut. Nach dieser Tat versucht Jekyll, die Umwandlungen zu verhindern, doch zu seinem Entsetzen verwandelt er sich auf einmal mitten am Tag und mitten in einem öffentlichen Park in Hyde – zum ersten Mal im wachen Zustand.

Auch wir sehen uns als Teil der Lösung, um den Hunger der Gesellschaft zu stillen werden immer grössere Anstrengungen nötig, die unveränderbare Maxime dafür, übertrifft in ihrer Argumentation die Beschränkungen durch die Natur und uns gegebenen Ressourcen. Es ist die Selbstfindung die sich dadurch öffnet, die zuerst als Teil einer bisweilen unwirklichen Lebensphase von Teilen der Gesellschaft immer wieder durchlebt werden sollen, und die sich als ihr natürlicher Prozess zu seinen Teilen macht. Nicht wir verlangen nach einer Arbeitsqualifikation, ist im Begriff das Gute zu sein, es ist die unverarbeitete Geburt des Berufs, und es ist die versagte Leistung des in das Amt gehobenen.

Wir treiben wie Nahrungsmittel… Sehen wie sich eine Trennung in Gut und Böse ausbildet… Fragen eine aller Menschen gemeinsame Frage. Wo ist die Grenze…

Als ihm eine Zutat des Trankes ausgeht, muss Dr. Jekyll feststellen, dass die nachgekaufte Substanz nicht die gleiche Wirkung zeigt wie die ursprünglich verwendete. Auch benötigt er immer größere Mengen seines Trankes, um sich wieder zurück in Jekyll zu verwandeln.

Durch Dr. Jekyll und Mr. Hyde scheint die Suche nach Antworten zur Beschaffenheit unserer Seelen, als grossen und unheilvolles Abenteuer. Zumindest hat Robert Louis Stevenson diese gesellschaftliche Wertung in die Welt der höheren Bildung ausgelagert, wo es im heutigen Leben ja auch grundsätzlich stattfindet. Er erklärt schon das Vorhandensein von Bösem zu einer Krankheit, ohne jedoch in die tieferen Fragen zu gehen. Wenn es auch für praktizierende Ärzte und Wissenschaftler zumindest vorderhand möglich scheint eine Antwort auf diese Frage zu geben, werden die eigentlichen Ursachen nicht veränderbar sein bzw. Lösungen im Mensch nicht vorhanden sein, seinen unvollkommener Lebenswillen und die Anspielung auf seine weitere Schwäche, eine Alkoholsucht oder sexuelle Gier, seine neue Lebenslust wieder nur eine Anspielung auf die den Menschen herausfordernde gesellschaftlichen Veränderung bzw. Abänderungen sein.

Um den Menschen Willen; Das Böse tötet sich selbst, da Menschen dazu keine Fragen stellen, niemand will nach dem Bösen sehen – man will dafür Gefühle keine besitzen; und jeden als Teil dieser Gesellschaft respektieren!? Die Gesellschaft als Spiegelbild ihrer selbst, würde also ebenfalls nur diese, ihre nächste Rolle und Antwort kennen. Arbeiten ist gut, wo willst Du hin, das Leben wartet nicht auf dich!

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_seltsame_Fall_des_Dr._Jekyll_und_Mr._Hyde

Was weiss die Wikipedia?

Als Archetypus oder geläufiger Archetyp, Plural Archetypen, bezeichnet die Analytische Psychologie die dem kollektiven Unbewussten zugehörigen Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster. Das Wort stammt aus griechisch archē, „Ursprung“, mit zugehörigem Präfix archi-, „Ur-, Ober-, Haupt“, und typos, „Schlag, Abdruck“ (nachtypein = „schlagen“) und bedeutet also wörtlich etwa „Ur- oder Grundprägung“. Oft wird Archetyp sprachlich ungenau mit Urbild übersetzt, da er sich auch in symbolischen Bildern zeigt. Begrifflich eher zutreffend ist deutsch Urform.

Archetypen sind psychische (auch psychophysische) Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das menschliche Verhalten und das Bewusstsein beeinflussen. Auch zum Bewusstsein selbst und zu seiner Entwicklung zeigt die Kulturgeschichte archetypische Bilder, wie zum Beispiel die Himmelslichter, besonders auch die Sonne als Tagesgestirn (auch in Verbindung mit Vorstellungen von lichtbringenden, also symbolisch verstanden bewusstseinsbringenden Gottheiten). Einige Archetypen entsprechen Ur-Erfahrungen der Menschheit wie z. B. weiblich/männlich, Geburt, Kindheit, Pubertät, Wandlung und Tod. Auch die Vielfalt religiöser Erfahrung kann angesehen werden als nach archetypischen Mustern strukturiert, welche interreligiös anzutreffen sind. Das tiefenpsychologische Konzept der Archetypen geht auf den Schweizer Psychiater und Psychologen Carl Gustav Jungzurück, der die Analytische Psychologie entwickelte. Es ist ein offenes Konzept, das keine exklusiven Definitionen von Archetypen und keine bestimmte Anzahl derselben enthält.

Ein Archetyp als solcher ist unanschaulich und unbewusst, er ist in seiner Wirkung aber u.a. in symbolischen Bildern erfahrbar, wie beispielsweise in Träumen, Visionen, Psychosen, künstlerischen Werken, Märchen und Mythen. Carl Gustav Jung leitete das Vorkommen von Archetypen vorwiegend aus dem Vergleich von Motiven aus Träumen besonders auch bei Kindern, Märchen, Sagen und astrologischen Vorstellungen sowie vergleichender Religionswissenschaft und Mythologie ab. Auch die Motivik der Alchemie lieferte viel Vergleichsmaterial. Damit handelt es sich um ein induktives Konzept, wobei allgemeine Aussagen bzw. Thesen aus Gemeinsamkeiten empirischer Befunde abgeleitet werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Archetyp_(Psychologie)