Panama Papers Reload

Rotes Kreuz missbraucht

Offshorefirmen verwenden den Namen der Organisation für dubiose Geschäfte. Das IKRK geht mit allen Mitteln dagegen vor

Bern Der Offshoredienstleister Mossack Fonseca braucht die Namen von karitativen Organisationen, um die wahren Besitzer von Briefkastenfirmen zu verschleiern. Das zeigen Dokumente aus den Panama Papers. Weiterlesen…
Quelle: http://sonntagszeitung.ch/read/sz_10_04_2016/nachrichten/Rotes-Kreuz-missbraucht-60892

Das Rote Kreuz dient als Fassade für dunkle Geschäfte

Offshoreprovider Mossack Fonseca bedient sich des Namens des Schweizer Hilfswerks

Genf Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist in ständigem Einsatz für Menschen in Not auf der ganzen Welt – zurzeit besonders auch für Kriegsflüchtlinge aus Syrien. IKRK- Mitarbeiter riskieren jeden Tag ihr Leben. Weiterlesen…

Recherchen in den Panama- Papieren zeigen, dass der Name der weltberühmten Schweizer Hilfsorganisation benutzt wird, um schmutziges Geld zu verstecken. Ihr guter Ruf muss als unverdächtige Fassade herhalten, um dahinter Geschäftsleute und Unternehmen zu kaschieren, die geheim bleiben wollen. Es besteht dabei nicht die Absicht, der Hilfsorganisation etwas zukommen zu lassen. Für dieses Konstrukt stellt der Offshoreprovider Mossack Fonseca (MF) eine Stiftung zur Verfügung, die von den Kunden als Aktionärin beliebiger Strohfirmen eingesetzt werden kann. Zu diesem Zweck führt MF die Brotherhood Foundation und die Faith Foundation. Erstere ist in den MF-Dokumenten als Aktionärin von rund 400 Firmen geführt, letztere von knapp 100 Firmen. Als Begünstigte der beiden Stiftungen hat MF das Internationale Rote Kreuz eingesetzt.

Quelle: http://sonntagszeitung.ch/read/sz_10_04_2016/nachrichten/Das-Rote-Kreuz-dient-als-Fassade-fuer-dunkle-Geschaefte-60751