Verbesserte Noten durch Laptop- Verbot

Interview mit Experte Lembke: „Man kann Smartphones mit Drogen vergleichen“
von Lisa Nimmervoll 
30. Mai 2016, 07:00

STANDARD: Ausgerechnet Sie, der Professor für digitale Medien, haben etwas fast ketzerisch Anmutendes getan: Sie haben die Laptops aus dem Hörsaal verbannt. Warum?

Lembke: Ich habe die Computer nicht verbannt, sondern die Nutzung während der Vorlesung geregelt. Vorher war es so, wie man das an Hochschulen kennt: Der Student kommt rein, klappt seinen Laptop auf, macht damit etwas und merkt gar nicht, dass der Dozent bereits im Raum ist.

In den letzten paar Jahren hat die Aufmerksamkeit der Studierenden auch in kleineren Kursverbänden, nicht nur in den großen Hörsälen, stetig abgenommen, weil die Ablenkungsmöglichkeiten durch digitale Medien so immens sind. Weiterlesen…

…weil Ruhe eingetreten und die Konzentration deutlich gestiegen ist.

STANDARD: Eine Ihrer Thesen lautet: „Der beste Start ins digitale Zeitalter ist eine Kindheit ohne Computer“ – klingt idyllisch und nett, im Jahr 2016 aber illusorisch.

Lembke: Ich plädiere dafür, dass die Nutzung von digitalen Medien und mobilen Endgeräten angepasst wird an das jeweilige Lebensalter und die kognitive Entwicklung. Die ist bei Kleinkindern null vorhanden, um damit medienkompetent umzugehen. Es führt auch zu keinen positiven Effekten, wenn man versucht, diese Geräte im Kleinkindbereich bis sechs Jahre einzuführen mit dem doch so apologetischen Argument „Ja, je früher desto besser…

…über 70 Prozent der Menschen kennen nicht die Telefonnummer ihres Lebenspartners – sie ist ja gespeichert. Im Lernprozess exponiert sich dieses Phänomen. Ach, ich muss nicht schreiben, ich kann ja tippen. Ich muss nicht rechnen, es gibt eine App dafür, ich muss nicht lesen, weil die App liest mir den Text vor.

Gerald Lembke (50) ist Professor für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Mannheim, wo er den von ihm gegründeten Studiengang Medienmanagement und Kommunikation leitet. 1994 gründete der Wirtschaftswissenschafter eine der ersten Internetagenturen in Deutschland, es folgten zwei weitere Internet-Start-ups

Quelle: http://www.derstandard.at/2000037841254/Digitalexperte-Man-kann-Smartphones-mit-Drogen-vergleichen

Was weiss die Wikipedia?

Apologetik (aus dem altgriechisch ἀπολογία apología, „Verteidigung“, „Rechtfertigung“) bezeichnet die Verteidigung einer (Welt-) Anschauung, insbesondere die wissenschaftliche Rechtfertigung von Glaubenslehrsätzen, und jenen Teilbereich der Theologie, in dem man sich mit der wissenschaftlich- rationalen Absicherung des Glaubens befasst. In der katholischen Theologie wird dieser Bereich heute meistens Fundamentaltheologie genannt.

Die Bezeichnung „Apologetik“ wird hauptsächlich für die Verteidigung des christlichen Glaubens verwendet. Die Apologetik entstand unter diesem Namen als selbstständige Disziplin erst im Spätmittelalter.

Bereits im Neuen Testament wird von „Apologie“ gesprochen. In 1 Petr 3,15 EU heißt es:

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort (ἀπολογίαν) zu stehen, der nach der Vernünftigkeit (λόγος) der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“

Das ist die klassische Belegstelle (der Locus classicus) für den Begriff Apologie oder Apologetik. In der Apostelgeschichte des Lukas wird die Auseinandersetzung des Urchristentums mit den Weltanschauungen der Umwelt sichtbar, mit der Magie (Apg 8,5-24 EU), dem Polytheismus (Apg 14,8-20 EU) und der griechischen Philosophie (Apg 17,16-34 EU).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Apologetik